Fachartikel

Beschleunigung digitaler End-to-End-Prozesse durch neue innovative Möglichkeiten

Mehrfache Datenanlage und Pflege sind bei Geschäftsprozessen eine tägliche neue Herausforderung. Hinzu kommen durch die Regulierung vorgegebene aufwendige Identitätsprüfungen (zum Beispiel persönlich oder mit Video-Ident), die für jedes Geschäft einzeln durchgeführt werden müssen.
21.07.22
Digitalisierung, Prozessautomatisierung
Beschleunigung digitaler End-to-End-Prozesse durch neue innovative Möglichkeiten

Digitale End-to-End-Prozesse

Mehrfache Datenanlage und Pflege sind bei Geschäftsprozessen eine tägliche neue Herausforderung. Hinzu kommen durch die Regulierung vorgegebene aufwendige Identitätsprüfungen (zum Beispiel persönlich oder mit Video-Ident), die für jedes Geschäft einzeln durchgeführt werden müssen.

Silo-Identität vs. föderierter Identität

Digitale End-to-End-Prozesse, Silo-Identität

Abbildung 1: Silo-Identität

Silo-Identität

Ein Beispiel hierfür ist der Prozess bei einer Kontoeröffnung. Aktuell muss sich ein Kunde für jedes Kreditinstitut neu legitimieren. Möchte ein Kunde also Konten bei drei unter- schiedlichen Kreditinstituten eröffnen – beispielsweise bei einer Sparkasse, einer Volksbank und einer Direktbank –, so muss er bei jedem Institut jeweils eine Legitimation durchlaufen. Die für den Onboarding-Prozess relevanten Informationen kann er nicht wiederverwenden. Diese Art der Identität wird als Silo-Identität bezeichnet.

Föderierte Identität

Abbildung 2: Föderierte Identität

Föderierte Identität

Demgegenüber stehen föderierte Identitäten wie Single-Sign-On-Lösungen. Bekannte Beispiel hierfür sind „Sign in with …“ von Google, Apple und Co. Diese Identitätslösungen ermöglichen zwar ein einfaches und schnelles Onboarding, erfüllen jedoch nicht die hohen Qualitätsansprüche, die an einen Kontoeröffnungsprozess gestellt werden.

Die Lösung: Vertrauenswürdige digitale Identität

Um also die Vorteile eines schnellen Onboardings und einer hohen Datensicherheit zu vereinen, benötigen regulierte Branchen wie die Finanzbranche vertrauens- würdige digitale Identitäten. Sie verbinden Wiederverwendbarkeit mit höchster Qualität und Sicherheit. Sie ermöglichen beispielsweise das Onboarding von Endkunden in nahezu Echtzeit, unter Einhaltung sämtlicher regulatorischer Vorgaben. Banken profitieren dabei von schlankeren, bruchfreien Prozessen und einer erhöhten Geschwindigkeit beim Onboarding neuer Kunden. Auf der anderen Seite profitieren die Kunden von einem schnellen und unkomplizierten Kontoeröffnungsprozess. Eine Win-win-Situation.

Ausblick

Im zweiten Teil unserer Reihe zu „Vertrauenswürdigen digitalen Identitäten“ (erscheint in der NEWS-Ausgabe 03/2022) erfahren Sie, wie Sie digitale Identität in allen Netzwerken und Ökosystemen nutzen können und welche Vorteile hinter selbstsouveränen Identitäten stecken.